Reifegrad Digitale Verwaltung
Reifegradmodelle sind Werkzeuge, um den Stand z. B. der digitalen Transformation systematisch zu erfassen, zu vergleichen und gezielt weiterzuentwickeln. Sie strukturieren komplexe Veränderungsprozesse in klar benennbare Dimensionen (z. B. Strategie, Prozesse, Organisation, Personal, IT/Daten, Nutzerorientierung) und ordnen diesen abgestufte Entwicklungsstufen zu. Verwaltungen können damit ihren Ist-Zustand einschätzen, Soll-Zustände formulieren, Maßnahmen priorisieren und Fortschritte über die Zeit sichtbar machen – sowohl für die interne Steuerung als auch für den Vergleich mit anderen Organisationen.
Wir Digital-Lotsen-Sachsen haben in ihrer Basisbefähigung früh praxisnahe Werkzeuge wie das Coaching-Poster „Digitale Verwaltung“ und das Canvas "Digitalen Agenda" entwickelt. Dieser Ansatz – Digitalisierung über strukturierte Selbstreflexion, Zielbilder und konkrete Maßnahmenpläne voranzutreiben – wurde aufgegriffen und im „Reifegradmodell Digitale Verwaltung“ systematisch von der Universität Leipzig / KOMKIS weiterentwickelt. Das Modell wurde 2025 schrittweise verprobt und im November 2025 mit mehr als 130 Kommunen in die Fläche gebracht. Die gewonnenen Erkenntnisse zur Ausgestaltung der Dimensionen, zur Messlogik und zur kommunalen Praxisanwendung sind in folgenden KOMKIS-Veröffentlichungen ausführlich in KOMKIS Analysen dokumentiert.
Das Reifegradmodell soll Kommunen über die Digital-Lotsen-Sachsen so zur Verfügung gestellt werden, dass diese jederzeit die komplette Verwaltung oder einzelne Abteilungen, Ämter oder Bereiche bewerten können. Interessant wird dies, wenn Kommunen über größere Zeiträume Bereiche monitoren und vergleichen.
Dr. Mario Hesse ist auch über Alle&Alles in kommunen.app ansprechbar und freut sich auf den Dialog.