Wie gewohnt stimmte ein kurzer Videotrailer alle „Altgedienten“ und „Neulinge“ im Netzwerk auf das ein, was die letzten Jahre Standard war und was auch für dieses Netzwerktreffen gelten sollte: GEMEINSAM den Tag gestalten und genießen.

Mit Isabel und Susann gab es dann den Eingangsimpuls, der das diesjährige Motto „Mensch – macht’s“ herleitete. Die Kernbotschaft darin:
Humane Intelligenz (HI) und Künstliche Intelligenz (KI) müssen friedlich koexistieren, um die Verwaltung handlungsfähig zu halten. Wie das „ Prinzip Alfred“ aus dem letzten Jahr soll „HI KI“ in Erinnerung bleiben und zum geflügelten Wort in der Community werden.

Unser Moderator Gerald Swarat betrat anschließend die Bühne und machte gleich weiter mit der außergewöhnlichen Show. Zunächst animierte er das Publikum, sich selbst zu feiern.
Im Anschluss holte er dann einen Blick vom Geschäftsführer des SSG, Mischa Woitscheck, zum Projekt Digital-Lotsen-Sachsen ein.
Ein Satz, der hängenblieb: "Das Projekt ist erwachsen geworden." Wir finden, die Digital-Navigatoren, die im Programm dabei sind, auch. Den Beweis traten anschließend fünf Best-Practice-Geber aus der Community auf der großen Bühne an.

Julia Zimmermann und Stephanie Seidel aus dem Landkreis Mittelsachsen machten den Anfang und berichteten über ihren Effizienzgewinn beim Vergabeprozess – alles dank der Basiskomponente formcycle. Zwar streikte die Technik im Vortrag und die Live-Demo entfiel. Das Inselformat am Nachmittag lieferte dann allen Interessierten die Möglichkeit, direkt im System nachzuvollziehen, wie es gemacht wurde.

Die Gemeinde Nünchritz, vertreten durch die Hauptamtsleiterin Cindy Keil, gab im zweiten Best-Practice einen spannenden Einblick zur interkommunalen Zusammenarbeit (ikZ). Wenn schwindende Personalressourcen die kommunale Handlungsfähigkeit bedrohen, dann kann man sich die Lasten „teilen“. Nünchritz hat einen Weg gefunden, die Datenschutzbeauftragte auch für andere Kommunen arbeiten zu lassen und sich so besondere Kompetenz in diesem Gebiet aufzubauen und die Kosten zu teilen. Auf der anderen Seite profitiert Nünchritz davon, dass beim Breitbandausbau andere Kommunen die Federführung übernehmen. Der Erfolg gibt dem Vorhaben recht – und es geht weiter. Als nächstes Handlungsfeld soll die IT-Administration der Schulen als ikZ aufgesetzt werden. Und Nünchritz hat das Format Gesprächsinsel auch dazu genutzt, Interessierte zu werben. Wir bleiben an dem Thema dran!
Ohne Freistaat Sachsen kein Projekt Digital-Lotsen-Sachsen. Mischa Woitscheck beschrieb im Kurzinterview die Beziehung zwischen Freistaat und kommunaler Seite und auch die sächsische CIO, Dr. Daniela Dylakiewicz, nutzte ihren Beitrag, die besondere Zusammenarbeit zu würdigen. Spannend zu hören, was auf der „großen politischen Bühne“ abläuft, das früher oder später auch Auswirkungen auf das Projekt und damit die Digitalisierungsbemühungen in den Kommunen haben wird.

Mit Digital-Navigator Philipp Kober aus Treuen kam ein Thema auf die Bühne, das immer noch viele Kommunen beschäftigt: Die DMS-Einführung und ein zentraler Erfolgsfaktor dabei, nämlich eine gute und standardisierte Ablage, in der sich alle Mitarbeiter zurechtfinden. Philipps Fazit auf der Bühne und nach seiner „zweiten Schicht“ an der Gesprächsinsel: Mit standardisierten Ablagen starten und im Nachhinein nur begründete Ausnahmen zulassen.

Rico Immenroth aus Werdau, ein Digital-Navigator der ersten Stunde (und der Doppelgänger von unserem Zwennie), nahm uns anschließend mit zu amazon – oder das, was die Verwaltung eigentlich auch den Bürgern anbieten sollte: Prime Payment – das einfache digitale Bezahlen mit der BAK ePayBL. Rico beschrieb den Weg zur Implementierung der Komponente für drei Anwendungsfälle und gab wertvolle Tipps, woran andere vorher denken sollten, um die Einführung nicht unnötig zu verzögern. Gleichzeitig lieferte er noch einen guten Grund, Teil der Community zu sein. Dank des gemeinschaftlichen Engagements und Drucks auf den Anbieter gibt es jetzt die Hoffnung in Werdau, dass bis Jahresende die Integration der Bezahlkomponente ins HKR erfolgen wird. Dann wäre Ende-zu-Digitalisierung Realität und auch interne Effizienzgewinne spürbar.

Vor der Mittagspause und dem Klassenfoto gab es noch ein „Knallerthema“ – Informationssicherheit, speziell für kleine Kommunen. Die Stadt Pegau, vertreten durch den Digital-Navigator Nico Morche präsentierte einen spannenden Blick in eine Lösung, die KI-gestützte WiBA-Analyse und laufendes Monitoring der IT-Infrastruktur anbietet. „Ich freue mich jeden Morgen, wenn ich den Rechner anmache und das Dashboard sehe.“, sagte Nico auf der Bühne und man spürte, dass er von der Lösung überzeugt ist und das sie ihm den Job als ITler von Pegau wirklich spürbar erleichtert. Kein Wunder also, dass an der Gesprächsinsel „Innenverteidigung mit KI“ schon vor der offiziellen Startzeit Andrang herrschte.
Wer sich für das Fazit der Inseln interessiert, kann unsere Septemberfolge des Podcasts „Ausgelotet“ anhören. Sie erscheint am 24. September und wir haben dazu einige Inselgastgeber noch einmal interviewt.
Das Klassenfoto vom Netzwerktreffen ist schöne Tradition.

Dieses Mal bekam unser traditionelles Gruppenfoto aber harte Konkurrenz. Vor dem Start der Gesprächsinseln standen alle Inselgastgeber gemeinsam auf der Bühne und „pitchten visuell“ mit ihrer Requisite das Thema.
Deshalb hat es das Foto mit allen Inselgastgebern auch in den Titel dieses Artikels geschafft. Isabel prägte im Nachgang den Spruch: „Da kann man auch sehen, wer welche Themen mit sich herumträgt“.
Ein Dankeschön an alle, die sich hier engagiert haben. Ohne euren Beitrag wäre dieses Netzwerktreffen unmöglich gewesen!

Ein kleiner Teaser zum Abschluss: Alle, die thematisch an der „Weihnachtsinsel“ von Pulsnitz zu kurz gekommen sind und „nur“ Pfefferkuchen abbekommen haben. Das Thema Leadership und Prozesse nehmen wir in der Novemberfolge unseres Podcasts noch einmal auf.
