wissenswertes

Echt oder täuschend echt?

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – so ähnlich soll es Anfang des letzten Jahrhunderts der US-Journalist Arthur Brisbane auf einer Veranstaltung für Werbefachleute gesagt haben.

Wir nehmen uns dieses Motto auch zu Herzen und ergänzen unsere Botschaften in Seminaren und Formaten gehirngerecht regelmäßig mit einprägsamen Visualisierungen. KI wird dabei immer mehr zu einem hilfreichen und einfachen Werkzeug, mit dem man individuell und relativ schnell das passende Bild zu einem Text erstellen kann. In kommunen.app haben wir unser Netzwerk befragt, wie die Mitglieder es halten und ob ihnen KI im dienstlichen bzw. privaten Kontext bei der Visualisierung hilft. Die Ergebnisse sind spannend und es lohnt sich ein Blick in die  Gruppe Alle&Alles.

Auch der TÜV-Verband hat in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden, dass 16% der Befragten KI zu Hilfe nehmen, um Bilder, Videos oder Audiodateien zu erstellen, vgl. Folie 9 in der Präsentation.

Wenn wir Digital-Lotsen KI für uns gestalten lassen, kennzeichnen wir das Ergebnis mit einem entsprechenden Hinweis. Das gilt auch für das Titelbild dieses Artikels. Unser Anspruch: Es soll für den Leser bzw. Betrachter klar sein, was echt und was fiktiv ist. Gerade bei fotorealistischen Darstellungen ist das gar nicht so einfach. Wenn man für einen fiktiven oder unterhaltenden Text ein mit KI erstelltes Bild oder Video nutzt, geht das völlig in Ordnung. Aber was ist, wenn dieses rein fiktive Abbild genutzt wird, um in die Irre zu führen oder gar falsche Tatsachenbehauptungen zu untermauern?

Die gute Nachricht ist: Häufig kann man mit scharfem Blick für Details feststellen, dass etwas nicht stimmt und die KI-Quelle entlarven, selbst wenn der Hinweis fehlt. Genaues Hinsehen lohnt sich also – um nicht auf die falsche Fährte gelockt zu werden. Diejenigen, die laut unserer Umfrage KI-generierte Bildquellen selbst nutzen, können einen solchen Qualitätscheck bei sich selbst anlegen und die KI eventuell nachbessern lassen.

Das BSI bietet auf seiner Internetseite wichtige Hinweise, woran man KI-Bilder erkennen kann. 

Aber halt! Fangen Sie nicht gleich oben an zu lesen. Machen Sie zuerst den Test, ob Sie den Blick fürs fehlerhafte Detail schon haben. Ungefähr in der Mittel des Artikels werden in einer Slideshow jeweils Bilder gezeigt, die Sie einzeln genauer unter die Lupe nehmen und wo Sie nach Unregelmäßigkeiten suchen sollen. Auf dem jeweils folgenden Slide werden dann die Indizien entlarvt und noch einmal erklärt, was KI meist (noch) nicht wirklich fehlerfrei hinbekommt.

Hier geht’s zum Artikel.

Viel Spaß beim Selbsttest und vielleicht denken Sie beim nächsten KI-generierten Bild daran, auf genau diese Details zu achten bevor Sie es verwenden. 

Alle, die bisher noch nicht an unserer Umfrage in kommunen.app teilgenommen haben, können das jetzt gern noch tun und das Meinungsbild mit ihrer Wahl „vervollständigen“. Gern darf unter der Umfrage auch dieser Artikel kommentiert oder im Netzwerk von Ihren eigen Erfahrungen im Umgang mit KI-Bildern berichtet werden.

Das Titelbild wurde mit Hilfe von KI erstellt.